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Wir stellen vor – Demnächst in München und Gauting!

Ab 1. Oktober 2022 verstärkt Herr Stefan Schlicht als neuer Oberarzt für Kinder- und Jugendmedizin mit den Schwerpunkten pädiatrische Gastroenterologie und Neonatologie das Team der M1 Privatklinik München und der Praxisklinik Gauting.

Zuvor war Herr Schlicht von 2013 bis 2022 als Oberarzt an der Kinderklinik im Klinikum Starnberg tätig. Neben seiner Tätigkeit als pädiatrischer Gastroenterologe für ambulante wie stationäre Patienten inklusive der Endoskopie des Magen-Darmtraktes, war er auch als oberärztliche Vertretung und im Rufdienst auf der allgemeinpädiatrischen Station und der NIPS (Perinatalzentrum Level II) im Einsatz. Bereits seit 2003 ist Stefan Schlicht als Arzt in München und Umgebung aktiv und kann in dieser Zeit auf ein breites Feld an Einsätzen zurückblicken. Neben seinen Spezialfeldern Kinder-Gastroenterologie und Neonatologie durfte Schlicht auch als Notarzt des Neugeborenen-Notarztdienstes München sein Können unter Beweis stellen.

Wir gewinnen mit Stefan Schlicht einen professionell aufgestellten Experten, der seinen umfangreichen Erfahrungsschatz in die Arbeit bei der M1 Privatklinik München und der Praxisklinik Gauting miteinbringen wird.

Die Eosinophile Ösophagitis – eine chronische Entzündung der Speiseröhre

Interview mit Stefan Schlicht, Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin und Kindergastroenterologe

Bei der eosinophilen Ösophagitis (kurz EoE, engl. Eosinophilic Esophagitis) handelt es sich um eine chronisch entzündliche Erkrankung der Speiseröhre (Ösophagus), charakteristisch dafür ist das Einwandern eosinophiler Granulozyten (Untergruppe weißer Blutkörperchen) in die Schleimhaut. Die Krankheit kann jeden betreffen, vom Säugling bis zum Erwachsenen und gerade im Kindesalter werden die oft unspezifischen Beschwerden leicht übersehen. Stefan Schlicht spricht in diesem Interview über diese Erkrankung, die in den vergangenen Jahren immer häufiger diagnostiziert wurde, doch deren Entstehung und Ursachen noch nicht vollständig geklärt sind.

Herr Schlicht, was sind die möglichen Auslöser beziehungsweise die Ursachen der EoE?

Stefan Schlicht: Es wird vermutet, dass verschiedene Auslöser für die EoE in Betracht kommen, wie unter anderem Nahrungsmittelallergene, die beispielsweise beim Verzehr von Kuhmilch oder Weizen dann eine Entzündung der Speiseröhre hervorrufen können. Aber auch Allergene aus der Luft (Umweltallergene) und verschiedene Gene stehen im Verdacht, bei der EoE eine Rolle zu spielen. Dennoch wird die Erkrankung aktuell eher den Autoimmunerkrankungen zugeordnet als den allergischen Erkrankungen.

 

Wer zählt zu den möglichen Risikogruppen?

Stefan Schlicht: An einer EoE erkranken überproportional häufig Jungen (zirka dreimal häufiger als Mädchen). Ein weiterer Risikofaktor sind andere allergische Erkrankungen, denn etwa 70 Prozent der EoE Patienten sind damit vorbelastet, wie beispielsweise allergisches Asthma, Heuschnupfen, Ekzeme und Nahrungsmittelallergien. Daneben lässt sich ebenfalls eine genetische Veranlagung annehmen, da EoE in manchen Familien vermehrt auftritt. Insbesondere eine Veränderung des Chromosoms 5q22 erhöht bei Kindern das Risiko an einer EoE zu erkranken.

Welche Beschwerden weisen auf eine EoE hin?

Stefan Schlicht: Die Symptomatik kann ein echtes Chamäleon sein, ändert sich altersabhängig und reicht beim Säugling und Kind von der Nahrungsverweigerung über Erbrechen, Bauch- und Brustschmerzen bis hin zu Schluckbeschwerden und Steckenbleiben von Nahrung in der Speiseröhre insbesondere bei Jugendlichen und Erwachsenen. 

Hauptsymptome der EoE:

  • Verminderter Appetit bis hin zur Nahrungsverweigerung
  • Erbrechen
  • Gedeihstörung
  • Schluckbeschwerden (Dysphagie) oder Husten, vorwiegend beim Verzehr von fester Nahrung
  • Unangenehmes oder schmerzhaftes Gefühl, dass das Essen im Hals stecken bleibt
  • Brust- und Bauchschmerzen
  • Sodbrennen
  • Nahrung bleibt im Hals stecken (Bolusimpaktion)

Wie kann eine EoE diagnostiziert werden?

Stefan Schlicht: Ob tatsächlich eine EoE vorliegt, kann nur ein Gastroenterologe sicher feststellen. Dazu wird im Anschluss an eine ausführliche Anamnese und körperliche Untersuchung bei einer Endoskopie (Spiegelung der Speiseröhre) die Speiseröhre begutachtet und gleichzeitig mehrere Gewebeproben (Biopsien) entnommen. Bei einer EoE sind häufig schon mit der Kamera des Endoskops Anzeichen einer chronischen Entzündung in der Speiseröhre erkennbar. Entscheidend für die Diagnosestellung ist aber eine erhöhte Anzahl eosinophiler Granulozyten in den entnommenen Gewebeproben.

Was können die Folgen einer unbehandelten EoE sein?

Stefan Schlicht: Wenn die EoE unbehandelt bleibt, dann verliert die Speiseröhre durch die chronische Entzündung an Elastizität und die Schleimhaut verändert sich. Durch die daraus resultierenden Vernarbungen können sich im Laufe der Zeit sogar Engstellen (Stenosen) entwickeln. Das Gewebe verhärtet und festere Nahrung kann im wahrsten Sinne des Wortes „im Hals stecken bleiben“.

Welche Therapiemöglichkeiten stehen derzeit zur Verfügung?

Stefan Schlicht: Leider ist eine Heilung der EoE bislang nicht möglich, allerdings gibt es verschiedene Behandlungsmöglichkeiten. Zum einen über Medikamente, wie beispielsweise spezielle Kortison-Präparate oder Säureblocker (Protonenpumpeninhibitoren), aber auch eine Eliminationsdiät, bei der die Patienten die Nahrungsmittel Kuhmilch, Weizen, Eier, Nüsse, Soja und Meeresfrüchte strikt meiden, kann hilfreich sein. Bei Engstellen in der Speiseröhre kann auch eine Weitung (Dilatation) dieser in Betracht kommen.

Wir bedanken uns herzlich bei Herrn Schlicht für das Interview

Medienkonsum bei Kindern und Jugendlichen

Fernseher, Computer, Tablet und Smartphone sind spätestens seit der Corona-Pandemie selbstverständliche Bestandteile des Alltags von Kindern und Jugendlichen und damit auch Free- und Pay-TV, Internet, Online-Games, Videospiele, Social Media und Streaming-Dienste. Was nicht zwangsläufig eine schlechte Entwicklung ist, solange auf die Medienkompetenz, Nutzungsdauer und Inhalte geachtet wird.

Medienkompetenz – kontinuierlich, Schritt für Schritt

Im Internetzeitalter ist Medienkompetenz weitaus mehr als lediglich die Fähigkeit die Medien einzuschalten und zu bedienen, sie beschreibt vielmehr den selbständigen, verantwortungsvollen, sicheren und kritischen Umgang mit den Medien und deren Inhalten. Deshalb sollten Eltern ihre Kinder von Anfang an bei der Mediennutzung begleiten und dabei stets das Alter und den Entwicklungsstand des Kindes im Auge behalten. Denn gerade der Umgang mit Medien ist ein Lernprozess, der in den Alltag integriert werden sollte, damit sich dieser Schritt für Schritt entwickeln kann. Ziel ist es, dass der Nachwuchs die Medien versteht, lernt mit ihnen umzugehen und sie sicher anzuwenden. Dazu zählt beispielsweise die kritische Prüfung von Informationen, der vorsichtige Umgang mit persönlichen Daten, das Beachten von Kommunikationsregeln (Netiquette) sowie das Wissen um die Gefahren (Datenschutz, Persönlichkeitsrechte wie beispielsweise die Abbildung anderer Personen auf Fotos, Sicherheit). 

 

Co-Learning – Interesse zeigen, Kompetenz ausbauen

In Bezug auf digitale Medien sorgen sich viele Erziehende um die Sicherheit ihrer Kinder. Über Risiken sprechen und aufklären kann aber nur, wer sich selbst mit der Thematik auseinandergesetzt hat. Daher sollten Eltern Interesse an den neuen Medien zeigen, vor allem an den Inhalten und Formaten, die für den Nachwuchs besonders interessant sind. Auf diese Art und Weise kann der Aufbau der Medienkompetenz auf beiden Seiten gefördert und ein gewisses Maß an Überblick über die Mediennutzung der Kinder behalten werden.

Sicherheitseinstellungen und persönliche Daten in der digitalen Welt

Für einen möglichst sicheren und altersgerechten Umgang der Kinder mit den digitalen Medien sollten am PC, Laptop, Smartphone und Tablet bereits im Vorfeld einige altersgerechte Einstellungen vorgenommen werden, gerade wenn die Jüngsten das Equipment mitnutzen.

Dazu zählen unter anderem:

  • Eigenes Benutzerkonto für den Nachwuchs anlegen (alters- und bedarfsgerecht angepasst)
  • Zugriffsrechte individuell über den Browser und das Betriebssystem einstellen
  • Schutzprogramme für den Internetbrowser einrichten 
  • Geräteeigene Sicherheitseinstellungen aktivieren
  • Jugendschutz-App installieren
  • Adblocker installieren
  • Programmsperren festlegen
  • W-LAN Nutzungszeiten einstellen
  • Filtersoftware und Jugendschutzprogramme installieren
  • Hinterlegte Zahlungsinformationen löschen (Smartphone)
  • Bei Kleinkindern den Kindermodus am Smartphone aktivieren
  • Bei Kleinkindern die Internetfunktion ausschalten und lediglich Apps für Kinder nutzen, die auch offline verwendet werden können.

Bislang gibt es keine geräteübergreifenden Filter- und Jugendschutzprogramme, die gleichzeitig auf TV, Computern, Spielkonsolen, Smartphones und Tablets funktionieren. Je nach Gerät müssen daher oftmals unterschiedliche Einstellungen vorgenommen und Programme genutzt werden. So ist es trotz aller Vorkehrungen schwierig die Mediennutzung zu kontrollieren, da Sicherheitseinstellungen und Filter die elterliche Fürsorge lediglich unterstützen können. Daher ist es ebenso wichtig mit dem Nachwuchs auch über die Gefahren im Internet zu sprechen, denn das Wissen darum ist eine wichtige Voraussetzung für eine sichere und verantwortungsvolle Internetnutzung. Damit der Umgang mit persönlichen und fremden Daten nicht unachtsam erfolgt, ist eine altersgerechte Aufklärung zum Thema Datenschutz und Persönlichkeitsrechte unerlässlich. Denn Kinder und Jugendliche unterschätzen häufig die Risiken und Gefahren, die ein allzu freimütiger Umgang mit persönlichen Daten, Bildern und Informationen mit sich bringen kann. Erziehende sollten daher von Anfang an exemplarisch erklären was beispielsweise Daten sind, wie sie erhoben werden, was sie über eine Person verraten können, für welche Zwecke sie genutzt werden und wo der Unterschied zwischen öffentlich und privat liegt. 

Generell gilt es dem Nachwuchs zu vermitteln, dass im Internet veröffentlichte Daten kaum zu kontrollieren sind und man daher so wenig Informationen wie möglich im Netz preisgeben sollte.

Jugendmedienschutz – altersgerechte Medienangebote 

Nach unserem Grundgesetz teilen sich Bund und Länder die Zuständigkeiten für die unterschiedlichen Medientypen. Dabei ist der Bund für den Jugendschutz bei Trägermedien (Kino, DVD, Computerspiele) zuständig, die Regelungen für diesen Bereich sind im Jugendschutzgesetz (JuSchG) festgeschrieben. In den Kompetenzbereich der Länder fallen hingegen Rundfunk, Fernsehen, Internet und Onlinespiele, hier gilt der Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV). Der JMStV bildet für Rundfunk- und Onlineanbieter von Streamingdiensten die rechtliche Beurteilungsgrundlage, die einen Sitz in Deutschland haben.

Für Angebote aus dem Ausland wie beispielsweise Amazon Prime Video oder Netflix gelten diese Vorschriften nicht. Damit liegt die Verantwortung für eine kindgerechte Plattformnutzung bei internationalen Anbietern in den Händen der Erziehungsberechtigten. Streamingangebote, die gänzlich oder im Wesentlichen den gleichen Inhalt wie Filme auf Bildträgern aufweisen, müssen in ihrem Angebot deutlich auf eine Alterskennzeichnung nach dem JuSchG hinweisen. Miteinbezogen in die Alterskennzeichnung nach dem JuSchG sind die Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft(FSK) für Kinofilme und Filme auf Trägermedien und die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) für Computerspiele auf Trägermedien. Die Alterskennzeichnung beurteilt die Inhalte aufgrund ihres Gefährdungspotenzials und regelt deren öffentliche Verbreitung. Allerdings sollte die Altersfreigaben der FSK und USK weder mit einem Gütesiegel noch mit einer pädagogischen Empfehlung für eine bestimmte Altersgruppe verwechselt werden. Damit wird lediglich das Mindestalter festgelegt, das nach Einschätzung des Jugendschutzes nicht die Entwicklung von Heranwachsenden einer bestimmten Altersstufe beeinträchtigt. Somit ist die Alterskennzeichnung nur eine Orientierungshilfe und Erziehende sollten sich immer die Zeit nehmen die Inhalte zu prüfen und erst dann individuell beurteilen ob diese dem Entwicklungsniveau ihres Nachwuchses entsprechen. 

Mediennutzung in der Familie regeln – wann ist genug, genug?

Um Auseinandersetzungen und Diskussionen über die Smartphone-, Computer-, Fernseh- oder Internetnutzung in Familien zu vermeiden, kann ein gemeinsam vereinbarter mündlicher oder schriftlicher Mediennutzungsvertrag, mit der Unterschrift der Parteien, helfen. In diesem werden altersgerechte Regelungen bezüglich der Bildschirmzeit, des Medientyps und der Medieninhalte sowie der Online-Kommunikation festgehalten. Beispielsweise, dass die Nutzung für schulische Belange nicht zur Medienzeit zählt und Smartphone und Co nichts am Esstisch verloren haben. Doch auch hier gilt, Vereinbarungen sollten sich an der individuellen familiären Situation orientieren und dem Alter und Entwicklungsstand des Nachwuchses angepasst werden. Derart klare Vereinbarungen stärken die Eltern-Kind-Beziehung und das gegenseitige Vertrauen.

Für Kinder hat die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) folgende Empfehlungen herausgegeben:

  • Kinder von 0 bis 3 sollten keine Medien konsumieren
  • zwischen 3 und 6 Jahren höchstens 30 Minuten pro Tag
  • zwischen 6 und 10 Jahren höchstens 45 bis 60 Minuten täglich

Bei älteren Kindern ab zirka zehn Jahren kann ein wöchentliches Zeitkontingent sinnvoll sein. Denn ist die vereinbarte Bildschirmzeit innerhalb kürzester Zeit aufgebraucht, dann ist für die restliche Woche Sendepause. Auf diese Weise lernt der Nachwuchs sich seine Ressourcen einzuteilen und überlegt genau, welche Medien er konsumieren möchte.

Und immer dran denken, Kinder und Jugendliche orientieren sich an Vorbildern in ihrer Umgebung. Daher sollten Erwachsene unbedingt ihre eigenen Mediengewohnheiten überprüfen. Gerade dann, wenn Mediennutzungszeiten in der Familie festgelegt werden. Denn Eltern sind nicht nur Bezugspersonen, sondern auch wichtige Vorbilder beim Umgang und der Nutzung von Medien.

Pollenallergie in der Pandemie

Kinder und Jugendliche mit einer Pollenallergie sind oft schon in den ersten Monaten des Jahres mit Heuschnupfen konfrontiert. Die Pollen von Frühblühern wie Hasel, Erle und Birke sind dann bereits in der Luft und gelangen als sogenannte Aero-Allergene über die Atemluft in den Körper. Aufgrund der aktuell überdurchschnittlich milden Temperaturen schon im Januar und Februar hat die Pollensaison in diesem Jahr bereits begonnen. Daher sollten Allergiepatienten spätestens jetzt ihre Behandlung intensivieren und den Erfolg der bisherigen Therapie überprüfen zu lassen. 

Im Übrigen haben Heuschnupfenpatienten kein erhöhtes Risiko, sich mit dem Corona-Virus wie z.B. mit der derzeit zirkulierenden Omikron-Variante anzustecken oder schwere Verläufe auszubilden. Auch Heuschnupfen-Patienten mit allergiebedingtem Asthma sind nicht stärker gefährdet. Eine optimale medikamentöse Einstellung ist dabei eine wichtige Voraussetzung.

Empfehlung für die aktuelle Pollensaison – konsequente Allergiebehandlung

Bei Kindern und Jugendlichen mit Verdacht auf Heuschnupfen sollte so früh wie möglich eine diagnostische Abklärung erfolgen. Denn aus einer unbehandelten symptomatischen Pollenallergie kann durch den sogenannten „Etagenwechsel“ im Verlauf ein allergisches Asthma entstehen. 

Patienten, die bereits unter einer Pollenallergie leiden, sollten die bisher zur Behandlung verordneten Medikamente auch weiterhin anwenden.

Patienten mit allergiebedingtem Asthma, das durch die Pollen oder andere Allergene hervorgerufen wird, empfehlen wir ebenfalls, ihre bestehende Therapie fortzusetzen.

Trotz der Corona Pandemie können Kinder und Jugendliche, die eine spezifische Immuntherapie, kurz SIT erhalten, diese problemlos weiter fortführen. 

Bei Unsicherheiten oder bei Abklärungsbedarf können Sie sich immer gerne mit uns in Verbindung setzen.

Treten die folgenden Symptome ohne erkennbare Ursache auf,

  • verstopfte, laufende oder juckende Nase
  • häufiges Niesen
  • juckende, tränende, brennende oder gerötete Augen
  • quälender Husten und Halsschmerzen
  • Schlaf- und Konzentrationsstörungen

dann kann eine allergologische Abklärung zielführend sein!

Welche Pollen sind wann unterwegs?

Erle: Dezember bis April

Hasel: Dezember bis April

Esche: Februar bis Juni

Pappel: Februar bis Juni

Weide: Februar bis Juni

Ulme: Februar bis Juni

Eibe: März bis April

Birke: März bis Juni

Buche: März bis Juni

Eiche: April bis Juni

Ampfer: April bis August

Roggen: April bis Juli

Gräser: April bis Oktober

Wegerich: April bis Oktober

Beifuß: Juni bis Oktober

Ambrosia: Juli bis Oktober

Tipps für den Alltag:

  • Richtig lüften: Bei geringer Pollenkonzentration morgens zwischen 6 und 8 Uhr in der Stadt und abends zwischen 19 und 24 Uhr auf dem Land und Pollenschutzgitter anbringen.
  • Regelmäßig staubsaugen und wischen: Am besten Staubsauger mit Hepa-Filter nutzen.
  • Wäsche trocknen: Nicht draußen, sondern drinnen.
  • Kleidung wechseln: Straßenkleidung vor dem Schlafzimmer ausziehen
  • Duschen: Vor dem Schlafengehen, um Pollen aus den Haaren und von der Haut zu spülen
  • Ausreichend Luftfeuchtigkeit: Damit die Schleimhäute widerstandsfähiger gegen Pollen sind.
  • Während der Autofahrt: Fenster geschlossen halten, spezielle Pollenfilter einbauen lassen.
  • Luftreiniger: Um die Pollenkonzentration zu reduzieren.
  • Urlaub planen: Nach Möglichkeit in die Pollen-Hochsaison legen und in weitgehend unbelastete Regionen reisen (z.B. Inseln, Küstengebiete oder Hochgebirge über 2000 Metern)

Tipps für die Reiseapotheke

Egal wohin der Urlaub geht, eine Reiseapotheke gehört unbedingt ins Gepäck, um im Fall der Fälle gerüstet zu sein. Denn nicht immer sind vor Ort auch die benötigten oder bekannten Medikamente verfügbar. Die folgenden Empfehlungen sollten an das jeweilige Reiseziel angepasst und den im Urlaubsland geltenden Bestimmungen in Hinblick auf Einfuhr und Menge beachtet werden. Und nicht vergessen, auch medizinische Dokumente wie beispielsweise Impf- und Allergiepass gehören in die Reiseapotheke. Darüber hinaus sollten sich bei Flugreisen alle wichtigen Medikamente im Handgepäck befinden, falls Koffer verloren gehen oder verspätet ankommen. Aber auch für das Handgepäck gilt, bitte die jeweiligen Bestimmungen des Reiselands, der Zollbehörde, der Fluggesellschaft und der aktuellen Sicherheitslage beachten.

Das sollte alles drin sein und der Beipackzettel klärt auf, wie die einzelnen Produkte gelagert werden müssen:

  • individuell notwendige Medikamente
  • Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor, After-Sun-Produkte
  • Zecken- und Insektenschutzmittel
  • Gel oder Creme zur Behandlung von Insektenstichen und Sonnenbrand
  • Fieberthermometer
  • Medikamente gegen Reisekrankheit
  • Medikamente gegen Verdauungsbeschwerden (z.B. Sodbrennen, Durchfall, Verstopfung)
  • Medikamente gegen Schmerzen und Fieber
  • Medikamente bei Husten und Schnupfen
  • Medikamente bei Mund- und Rachenentzündungen
  • Antiallergika
  • Augentropfen (z.B. Augenreizungen, Bindehautentzündung)

Zusätzlich für Kinder

  • fiebersenkende Mittel speziell für Kinder
  • altersentsprechende Elektrolytpräparate bei Durchfall und Erbrechen
  • kindgerechte Sonnen- Zecken- und Insektenschutzmittel

Versorgung bei Verletzungen

  • Wunddesinfektion beispielsweise auf Basis von Octenidindihydrochlorid, um unangenehmes Brennen zu vermeiden
  • Wund- und Heilsalbe
  • Kühlkompressen
  • Verbandsmaterial (z.B. normale und wasserfeste Pflaster, elastische Binden, sterile Kompressen, Blasenpflaster),
  • Schere, (Splitter-)Pinzette, Einmalhandschuhe

Doppelt spitze – die M1 Privatklinik jetzt mit Führungsduo

Eine Doppelspitze leitet seit Februar die Geschicke der M1 Privatklinik

Dr. Simon Mayer hat Anfang des Jahres Dr. Michael Schwan zum stellvertretenden Ärztlichen Direktor berufen. Damit steht dem langjährigen Ärztlichen Direktor Dr. Simon Mayer künftig eine tatkräftige Unterstützung zur Seite. Dr. Michael Schwan ist in der M1 Privatklinik kein Unbekannter, denn bereits 2020 war er bei der M1 Privatklinik AG in München tätig. Dazu Dr. Michael A. Schwan: „Ich freue mich sehr auf die neuen Aufgaben im Leitungsteam. Durch meine vorherige Tätigkeit in der „M1- Familie“ bin ich bestens mit den Belangen, Strukturen und Zielen vertraut und gut darauf vorbereitet, die Zukunft der M1 Privatklinik AG mit zu gestalten und Dr. Simon Mayer zu unterstützen.“

Dr. Michael A. Schwan studierte Medizin an der Charité in Berlin sowie in Bordeaux und Rennes (CHU, France). Er ist Facharzt für Kinderchirurgie und Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin. Schon früh richtete Dr. Schwan seinen Werdegang in Richtung Akut- und Notfallmedizin aus, später mit dem inhaltlichen Schwerpunkt der interdisziplinären Kindernotfallversorgung. Dafür führte ihn sein Weg unter anderem an das Universitätsspital „Insel“ in Bern. In seiner Tätigkeit verbindet er seine langjährige Erfahrung aus Chirurgie und innerer Kindermedizin zu einem ganzheitlichen und achtsamen Blick auf die (aller)kleinsten Patienten. Er hat die medizinische Rundumversorgung von der Pike auf gelernt: Vom Pflegediensthelfer über den Rettungssanitäter bei der Berufsfeuerwehr bis hin zum Medizinstudium und der Promotion an der Charité in Berlin. Um darüber hinaus mehr über effiziente und zukunftsweisende Strukturen im Gesundheitswesen zu erfahren und die digitale Transformation im Healthcare-Bereich aktiv zu gestalten, begann er 2020 mit dem berufsbegleitenden Masterstudium (MBA) „Healthcare Management“ in Bayreuth, das er in diesem Jahr abschließen wird. Der gebürtige Kieler ist verheiratet und Vater von zwei Kindern.

Covid-19 Nachsorge – Gesund und doch noch nicht ganz genesen?

Ähnlich wie Erwachsene brauchen zum Teil auch Kinder und Jugendliche im Anschluss an eine COVID-19-Infektion eine genauere Untersuchung und eine längerfristige, engmaschige medizinische Begleitung. Denn auch wenn das Risiko eines schweren Verlaufs bei Kindern und Jugendlichen gering ist, bedeutet eine überstandene moderate, milde oder gar symptomlose Infektion mit SARS-CoV-2 nicht in jedem Fall, dass bei den betroffenen jungen Menschen wieder alles in Ordnung ist. Aufgrund der fehlenden Datenlage bei Kindern und Jugendlichen ist die Entstehung, Häufigkeit und Symptomatik dieses Krankheitsbildes noch nicht vollständig geklärt und Gegenstand laufender Studien. So erforscht beispielsweise die Technischen Universität München in ihrer LICO-Studie (LICO – Long term Impact of COvid-19) die langfristigen Auswirkungen von COVID-19 / SARS CoV2 auf die Gesundheit und die Lebensqualität von Kindern und Jugendlichen im Alter von 8 bis 17 Jahren. Doch auch die sogenannte sekundäre Krankheitslast und deren Folgen und Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die psychische Gesundheit darf bei der Untersuchung nicht außer Acht gelassen werden. Die gute Nachricht aber ist, dass sich der größte Anteil der Kinder und Jugendlichen von den Beschwerden folgenlos erholt.

Nachsorgeprogramm zur Früherkennung

Einige der scheinbar genesenen jungen Patienten leiden unabhängig von der ursprünglichen Schwere der Infektion an den Folgen der Erkrankung. Da die Datenlage zu Long-COVID bei Kindern und Jugendlichen immer noch sehr begrenzt ist, können Kinder und Jugendliche, egal ob mit oder ohne erkennbaren Symptome, vier Wochen nach überstandener COVID-19-Infektion die erste Nachuntersuchung wahrnehmen.

Bei dieser Basisdiagnostik liegt der Untersuchungsschwerpunkt auf den Atemwegen – von der Nase per Kaltlichtendoskopie bis hin zur Lunge mittels Bodyplethysmografie (großer Lungenfunktionstest). Daneben wird auch das Herzkreislaufsystem untersucht. Dies geschieht beispielsweise über ein Ruhe-EKG (Ruhe-Elektrokardiogramm) und unter Umständen auch via Echokardiografie (Ultraschalluntersuchung des Herzens). Des Weiteren werden auch die Laborparameter wie etwa die Entzündungswerte und gegebenenfalls die Herzenzyme bestimmt. Dieses präventive Nachsorgeangebot für symptomarme beziehungsweise symptomfreie ehemalige Covid-Patienten soll den Übergang in den gewohnten sorgenfreien Alltag begleiten und zu einem zunächst leichten Training motivieren. Dabei kann die Basisdiagnostik individuell an die Bedürfnisse beziehungsweise die Symptome wie Asthma angepasst und erweitert werden. Zu den Erweiterungen der Basisdiagnostik zählen unter anderem das adaptierte Belastungs-EKG, das erweiterte Labor sowie ein Hinzuziehen der jeweiligen Organspezialisten.

Vier bis sechs Wochen später erflogt eine zweite Untersuchung symptomatischer beziehungsweise in der Diagnostik auffälliger Patienten. Diese umfasst die Lungenfunktion, Blutentnahme und gegebenenfalls Echokardiografie. Diesmal erfolgt die Diagnostik teilweise unter Belastung auf dem Laufband oder Fahrrad. Das bedeutet, dass dabei die körperliche Belastung stufenweise gesteigert und gleichzeitig (über eine Atemmaske) die entscheidenden Bewertungskriterien bestimmt werden.

Eine weitere Kontrolle ist nach entsprechender Befundlage oder bei Auffälligkeiten wie beispielsweise erhöhte Entzündungswerte im Blut oder Störungen bei der Atmung nach weiteren sechs Wochen sinnvoll. Damit kann die Gefahr von Spätfolgen oder einer möglichen Chronifizierung minimiert und eine potenzielle Wiederaufnahme des körperlichen Trainings begleitet werden.

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